Meisterfeier 2026 an der Max-Eyth-Schule Kirchheim
Zeugnisübergabe der 74. Land- und Baumaschinenmechatroniker-Meisterklasse am 26. Juni 2026
Am 26. Juni 2026 fand an der Max-Eyth-Schule in Kirchheim unter Teck die feierliche Übergabe der Meisterbriefe an die Absolventinnen und Absolventen der Meisterklasse im Land- und Baumaschinenmechatroniker-Handwerk statt. In einem würdigen Rahmen wurden die Leistungen der frischgebackenen Meister gewürdigt – begleitet von Reden, Rückblicken und einem klaren Blick in die Zukunft des Handwerks.
Schulleiter Ralf Möhle eröffnete die Veranstaltung und hieß Gäste, Absolventen sowie deren Familien herzlich willkommen. In seiner Begrüßung stellte er die Meisterqualifikation als einen weiteren bedeutenden Baustein im „Bildungshaus“ dar – einem Gebäude des lebenslangen Lernens. Der Meisterbrief sei dabei nicht nur ein Abschluss, sondern ein Schritt in eine kontinuierliche persönliche und fachliche Entwicklung.
In seiner Festrede unterstrich Landesinnungsobermeister Kurt Neuscheler die besondere Bedeutung des Meistertitels im Land- und Baumaschinenmechatroniker-Handwerk.
„Der Meister ist nicht nur ein Beruf – er ist eine Berufung“, betonte er. Der Meisterbrief stehe als Garant für das duale Ausbildungssystem und sichere dessen Qualität nachhaltig.
Neuscheler hob hervor, dass die größten Meister diejenigen seien, die niemals aufhörten zu lernen. Angesichts wachsender Herausforderungen in der Branche hätten die Absolventen mit dem Bestehen der Prüfung eindrucksvoll bewiesen, dass sie den Anforderungen gewachsen sind.
Zudem stellte er die Bedeutung von Führungskompetenz in den Mittelpunkt:
„Wer sich selbst führen kann, kann auch andere führen.“
Ein besonderer Appell richtete sich an die Verantwortung gegenüber der nächsten Generation: Ohne engagierte Meister, die sich der Ausbildung junger Menschen annehmen, habe das Handwerk keine Zukunft. Werte wie Respekt und Fairness seien dabei unverzichtbare Grundlagen jeder Zusammenarbeit.
307 Tage Einsatz für den Meistertitel
In einer weiteren Ansprache griff Schulleiter Möhle die intensive Ausbildungszeit auf: 307 Unterrichtstage lagen hinter den Absolventen – für einige sogar ohne einen einzigen Fehltag.
Der Meisterbrief, so Möhle, stehe für weit mehr als nur fachliches Wissen. Er verkörpere zentrale Kompetenzen wie:
- Fachkompetenz
- technisches Know-how
- Führungskompetenz
Genau diese Fähigkeiten erwarteten Kunden heute von einem Meisterbetrieb – sie seien das Fundament für Vertrauen und Qualität im Handwerk.
Klassenlehrer Ulrich Müller ließ in seiner Rede das vergangene Jahr Revue passieren. Neben dem anspruchsvollen Unterricht erinnerte er an gemeinsame Exkursionen, Projekte und besondere Erlebnisse, die die Klasse fachlich wie persönlich geprägt haben. Sein Rückblick verdeutlichte den starken Zusammenhalt innerhalb der Gruppe und die Entwicklung jedes Einzelnen.
Im Anschluss erfolgte die feierliche Zeugnisübergabe. Insgesamt wurden 7 Preise für herausragende Leistungen sowie 10 Belobigungen für besondere Erfolge
vergeben. Die Ehrungen unterstrichen das hohe Leistungsniveau der Meisterklasse.
Appell zum Engagement im Handwerk
Zum Abschluss richtete Schulleiter Möhle nochmals das Wort an die Absolventinnen und Absolventen. In seinen Dankesworten würdigte er deren Einsatz sowie die Unterstützung durch Familien, Lehrkräfte und Betriebe.
Gleichzeitig rief er die neuen Meister dazu auf, sich aktiv in ihr Gewerk einzubringen – sei es in Innungen, Verbänden oder im Ehrenamt. Nur durch Engagement und Verantwortung könne die Zukunft des Handwerks nachhaltig gesichert werden.
Die Meisterfeier 2026 an der Max-Eyth-Schule Kirchheim zeigte eindrucksvoll, welche zentrale Rolle qualifizierte Fachkräfte für die Zukunft des Handwerks spielen. Mit Fachwissen, Verantwortungsbewusstsein und der Bereitschaft zum lebenslangen Lernen sind die Absolventinnen und Absolventen bestens gerüstet, die Herausforderungen der Branche zu meistern – und sie aktiv mitzugestalten.

