Wie sieht der Alltag in der MESK zur Zeit aus?

In der Vollzeitabteilung herrscht durch die Verschiebung des Abiturs natürlich gerade eine Ausnahmesituation. Dennoch hat sich unser Abteilungsleiter der Vollzeitabteilung, Herr Schniepp, netterweise dazu bereit erklärt, ein paar Fragen zur aktuellen Situation zu beantworten.

Wie sieht Ihr Alltag/ eine normale Arbeitswoche normalerweise aus:

Mein Arbeitstag an der MESK beginnt um 6.40 Uhr und endet gegen 18.00 Uhr, danach kommen aber noch ca. 1,5 Stunden Unterrichtsvorbereitung dazu.

Der Ablauf in der Schule sieht dabei so aus:

o   Vertretungsplanung

o   Besprechungen mit SL-Team

o   Unterricht

o   Besprechungen mit Kollegen und Schüler in den Pausen

o   Abarbeitung der verschiedenen Anfragen

o   Planungsarbeit: Prüfungen / Deputatsplanung / Umstellung von Stundenplänen

o   Gespräche mit Schülern / Eltern

o   Kommunikation mit den Kollegen zu unterschiedlichen Themen, z. B. Änderungen im BG, Prüfungsgestaltung im Übergangsbereich, außerunterrichtliche Veranstaltungen usw.

o   Konzeptionelle Überlegungen zur Schulentwicklung z. B. im Bereich BFPE /AV

 

Wie sieht Ihr Alltag/ eine normale Arbeitswoche im Moment aus bzw. was unterscheidet sich:

Die erste Woche nach der Schließung war sehr intensiv, da wir die Organisation der Schule auf die neue Situation ausrichten mussten. Aufträge mussten formuliert und erteilt werden, eine Verfahrensweise zur Versorgung der Schüler musste gestaltet werden, die Kommunikationswege waren zu sichern usw.

Nun müssen wir Unterricht halten ohne die Schüler zu sehen, lediglich über das Einstellen von Unterrichtsmaterialien und durch Kommunikation über Mail. Für einen Lehrer, der sehen möchte, ob seine Schüler den Stoff erfassen können, ist das eine sehr schwierige Situation. Zudem ist die direkte Ansprache der Kolleginnen und Kollegen in der gewohnten Form nicht mehr möglich. Das empfinde ich als überaus belastend. An einem Werktag durch das Schulgebäude zu gehen ohne Schülerinnen und Schüler zu sehen oder Kollegen zu treffen, die sich über ihre Klassen oder Schüler unterhalten, ist unwirklich und schwer nachzuvollziehen. Dennoch müssen wir uns alle diesen neuen Herausforderungen stellen und alles Mögliche unternehmen, damit die Schülerinnen und Schüler ihre Prüfungen gut bewältigen können und einen Abschluss erhalten.

Welchen Herausforderungen und Problemen steht die MESK nun gegenüber?

Die gesamte Prüfungsplanung muss neu aufgestellt werden. Das wird für alle Beteiligten ein Kraftakt werden, da die Zeiträume für Korrekturen enger werden. Zudem müssen wir das zweite Halbjahr noch benoten. Die Schülerinnen und Schüler müssen ohne direkte Ansprache durch die Lehrkraft ihren Schulstoff bearbeiten. Wir müssen sehr rasch nach den Osterferien die Schülerinnen und Schüler auf die Abschlussprüfungen vorbereiten. Ggf. kann es auch zu Überschneidungen in der Terminlage kommen, auch dafür müssen wir Lösungen finden.

Ich bedanke mich bei allen Kolleginnen und Kollegen, die mit viel Engagement versuchen auch in dieser Lage unsere Schülerinnen und Schüler bestmöglich auf ihre Prüfungen vorzubereiten. Zudem freut es mich, wie viele z. T. sehr innovative Ideen in der Gestaltung eines digitalen Unterrichts zum Tragen kommen. Die kollegiale Zusammenarbeit ist Grundlage dafür auch solche Situationen meistern zu können. Ich bin davon überzeugt, dass diese Zusammenarbeit auch nachhaltig gefördert wird, indem wir die erstellten Unterrichte digital den Fachschaften und der Schule als Ganzes zur Verfügung stellen.

Ich freue mich darauf Sie alle bei guter Gesundheit bald wiederzusehen.

 

Vielen herzlichen Dank Herr Schniepp, dass Sie sich die Zeit für das Interview genommen haben.

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