Kulturelle Begegnungen in Zeiten von Corona – Mate im Klassenzimmer

So konnten dieses Schuljahr keine Museums- oder Theaterbesuche stattfinden; auch an einen Schüleraustausch war nicht zu denken.Dabei sind es oftmals diese außerunterrichtlichen Erlebnisse, die den Schülern*innen einen ganz anderen Zugang zu dem Fach und fremden Kulturen ermöglichen. Allerdings gibt es doch die ein oder andere Aktion, die coronakonform durchführbar ist. So haben wir uns im Spanischunterricht der TGI/MJ1 ein „Schlückchen“ Kultur ins Klassenzimmer geholt.Im Rahmen der mündlichen Kurzvorträge präsentierte ein Schüler das aus der Matepflanze gewonnene Teegetränk, welches er selbst jeden Tag zu sich nimmt. Er kommt ursprünglich aus Damaskus, der Hauptstadt Syriens. Auch im spanischsprachigen Raum, besonders in Südamerika, hat das Getränk eine lange Tradition. Der Tee wird lose im Becher aufgebrüht und mit einem speziellen Röhrchen (auf Spanisch „bombilla“), welches ein integriertes Sieb hat, serviert. Das Getränk hat einen sehr herben, fast schon bitteren Geschmack und wird normalerweise ohne Zucker getrunken, was allerdings nur ein Schüler schaffte.Während der Verkostung war auch Zeit sich über die nun schon ein Jahr andauernde Pandemiesituation auszutauschen. Wir konnten schnell feststellen, dass auch diese für die Schüler einen eher bitteren Geschmack hat.Sie sind demotiviert, die Aussicht auf ein Ende der Situation drückt auf ihr Gemüt. Die sozialen Kontakte fehlen, Verabredungen mit Freunden werden wiederholt auf das Ende des Lockdowns und von dort auf das nächste Ende verschoben. Die ständig neuen Regeln sorgen für Orientierungslosigkeit. Auch im Alltag fehlt vielen die Struktur.Diese Klasse hat dabei aber noch Glück, denn sie ist als Abschlussklasse immerhin im Wechselunterricht. Die Schüler*innen berichten, dass ihnen das Lernen in den Präsenzwochen leichter falle, in den Online-Wochen fehle die Struktur. Ein Schüler erzählt: „Daheim fällt es mir schwerer, mich zu konzentrieren und mich immer wieder zu zwingen meine Aufgaben zu machen.“ Am meisten freuen sich die Schüler*innen aufs Reisen, darauf keine Maske mehr tragen zu müssen, wieder Teamsport treiben zu können und keine Ausgangssperre zu haben. Und ja, sie freuen sich sogar auf den ganz normalen Unterricht in Präsenz.

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