Besuch des Regierungspräsidenten an der Max-Eyth-Schule

Wegen der knapp bemessenen Zeit für den Besuch, wurde der Focus auf den Ausbildungsbereich Land- und Baumaschinen gesetzt, den es in Württemberg nur an der Max-Eyth-Schule in Kirchheim gibt. Bei der Begehung wurde aber durch einzelne Projekte aus anderen Bereichen auf die Komplexität der Schule hingewiesen.

Der Verein der Dampffreunde ließ es sich nicht nehmen seine Verbundenheit zur Schule auszudrücken und begrüßte die Gäste im Schulhof mit dem Dampfpfeifensignal einer angeheizten Lokomobile von Fowler, wie sie der in Kirchheim unter Teck geborene Max von Eyth früher in Ägypten betrieben hat. Herr Schmalzl ließ es sich nicht nehmen, die Lokomobile zu besteigen, um ein paar Meter zu fahren. Der erste Teil des Brückenschlages war gelungen.

Auf dem Weg zum Werkstattgebäude fanden zwei Seminarkursarbeiten aus dem Technischen Gymnasium die Aufmerksamkeit der Besucher. Eine Maschine, die den bekannten „Zauberwürfel“ per Kamera analysiert und mit mechanischen Drehungen „in Ordnung“ bringen kann und ein Oktokopter waren nicht nur optisch ein „Hingucker“.

Im Eingangsbereich des Werkstattgebäudes präsentierten sich die Elektroniker für Maschinen- und Antriebstechnik mit verschiedensten anschaulichen Experimenten, die sich die Besucher gerne vorführen und erklären ließen. Dieser Beruf wird in Baden-Württemberg nur an einem Ort, in der Landesfachklasse der Max-Eyth-Schule, ausgebildet.

Herr Schmalzl besuchte auch die VABO-Schüler, die sich gerade mit dem Weichlöten beschäftigten.

Ein Blick in die Schweißräume machte nicht nur am typischen Geruch deutlich, dass hier gearbeitet wurde. Im Pneumatikraum wurde dann ein Teilgebiet aus dem Land- und Baumaschinenbereich anhand von problembezogenen Messaufgaben vorgeführt.

In der anschließenden Motorgeräteabteilung würde wohl jeder etwas finden, was er zu Hause gut brauchen könnte. Freischneider, Kettensägen, Aufsitzmäher…. Die Liste ließe sich beliebig erweitern. Auch hier ließen sich Herr Schmalzl und Herr Eininger gerne zu den Schüleraufgaben informieren.

Es folgte ein Informationsstand zum Drehzentrum der Schule. Mit Hilfe von Simulationen und Bildaufzeichnungen wurde die Lernumgebung demonstriert. Symbolisch wurde eine König-Schachfigur aus Aluminium übergeben, die an der Schule gefertigt wurde.

An einer Stellwand konnten sich die Besucher über die vielfältigen Aufgaben informieren, die die Beschulung der Land- und Baumaschinenmechaniker im Blockbetrieb erfordert. Hier zeigte sich Landrat Heinz Eininger einmal mehr als Insider und steuerte so manches zur Diskussion bei.

Imposantes Unterrichtmaterial bot dann die letzte Halle. Große Traktoren, ein Radlader und eine hochmoderne „Montana-Achse“ sorgten für anerkennende Blicke. Schüler und Lehrer waren gerne bereit, die Projekte vorzuführen und zu erklären. Höhepunkt war dann eine GPS-gesteuerte Fahrt von Herrn Schmalzl und Herrn Eininger auf einem modernen Traktor. Ohne in das Lenkrad eingreifen zu müssen fand der Traktor seinen Weg zum Parkplatz.

Trotz davon laufender Zeit wollten die Gäste auch noch die 15m-Feldspritze in Aktion sehen. Hier wurde gezeigt wie man mit Hilfe von GPS die Ausbringung von Spritzmitteln im Sinne des Umweltschutzes durch Einzelsteuerung der Düsen ortsgenau ausführen kann.

Die Gäste zeigten sich beeindruckt von der Vielfältigkeit der beruflichen Bildung und dem Engagement der Kolleginnen und Kollegen. Der Besuch wurde durch ein starkes Bekenntnis von Herrn Schmalzl und Herrn Eininger zu den beruflichen Schulen beendet.

Der Brückenschlag vom Namensgeber Max von Eyth, mit seiner historischen Dampftechnik, hin zum Kompetenzzentrum gewerbliche Max-Eyth-Schule in Kirchheim unter Teck, mit der Ausbildung an modernster Landbearbeitungs- und Baumaschinentechnik, darf als gelungen angesehen werden.

 

Regierungspräsident Johannes Schmalzl und Landrat Heinz Eininger

Termine

07. Mai 2021 - 15. Juni 2021
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